Porzellan Blau
Blau ist die Farbe des Himmels und auch des Wassers. Blau steht für den Kosmos und das Göttliche, für Treue und auch für die Reinheit.
Die Farbe Blau macht träumerisch, es beruhigt und wirkt positiv auf den Menschen.
Das Deutsches Porzellan Museum kann hier auf ein Thema zurückgreifen, das sich seit der Yuan-Dynastie überall auf der Welt größter Beliebtheit erfreut. Das so genannte Porzellan Blau-Weiß in Unterglasurblau. Das Geheimnis dieser Faszination liegt in dem Herstellungsverfahren. Das Blau wird aus Kobaltoxidpulver gewonnen und wird auf Scherben aufgetragen, und dringt somit tief in die noch poröse Oberfläche ein. Danach wird es mit Transparentglasur überzogen und im Glattbrand auf 1450 C gefeuert. Nur das Kobaltblau und das Chromgrün halten diesem Hochtemperaturverfahren stand.
Erst im Jahre 1717 gelangen in Meißen die ersten Versuche das chinesische Verfahren zu beherrschen. Im Jahre 1720 konnte man damit in die Produktion gehen und seit nun 1739 wird dort das berühmte Zwiebelmusterdekor hergestellt. Kein Muster wurde bis heute häufiger kopiert, sei es in Stahldruck oder als Gelatine-Schiebebild, aber auch immer noch auch als Handbemalung. Die neuste Variante ist der Dekor Zwiebelle von Kahla Thüringen Porzellan.
Aber noch beliebter war damals das Strohblumen Muster, welches im Jahre 1740 in der Meissener Manufaktur entstand. Oft war es auf gerippten Geschirrformen gemalt.
Aber auch andere berühmte Vertreter des Blau-Weiß Porzellans zeigt diese Ausstellung. Berlin, Fürstenberg, Kopenhagen zeichneten sich durch Dekore in Unterglasurblau aus. Blau ist und war immer ein Verkaufshit in Porzellan.
Hier ist auch nicht zu vergessen das Service China Blau. Zu den neusten Exemplaren gehören hier die massiven blau-weißen Vasen des Koreaners Kap Sun Hwang. Er mischt das Kobaltpulver direkt der Porzellanmasse bei und formt daraus diese eindrucksvollen Porzellansolitäre.
Die Ausstellung im Deutschen Porzellan Museum nimmt den Besucher mit auf eine Stil-und Zeitreise, deren roter die Farbe Blau ist.